Das Leben lebt Dich

ein Ja zur Nein-situation

in diesem Nein, zu dem tag steckt das hindernis ein Ja zu dem ist-zustand geben zu wollen. in dem ich die situation(en) ablehne, nicht anerkenne, verweigere ich mir den fluss den es geben könnte, um zu einem anderen gefühl zu gelangen. stattdessen begebe ich mich in eine kampfposition. ein kampf bei dem ich zwangsläufig verliere. bin ich an dem punkt an dem ich verloren habe, bei dem ich aufgeben muss, wird begrenzung aufgehoben. in dem aufgeben, lasse ich etwas los, ich lasse unbewusst natürlich das Nein los, das nur so lange besteht, wie ein kampf stattfindet. anstelle des Neins, kann dann ein Ja, eine hingabe ohne bewertung enstehen. es ist dieser zwischen zustand, wie eine art schweben, in dem ich selbst nicht weiss, ob ich mir den verlorenen kampf eingestehen will und ob ich schon bereit bin, für das neue, für das neue gefühl, für das Ja zur aktzeptanz des soseins der situation. es ist ein merkwürdiges gefühl, ich denke aber nicht unbekannt. und so schwanke ich noch eine weile in diesem sog. schwebezustand, bis der endgültige kampf beendet ist. bis ein tiefes aus dem herzen kommendes Ja da ist. danach erscheint mir der kampf rückblickend banal. aber er war da, das Nein hatte seine volle macht und auch dazu darf es ein Ja geben.

23.6.14 20:01, kommentieren

das Nein an diesem tag

 es sind solche tage an dem ein Nein an höchster stelle steht. ein Nein zu allen aufkommenden situationen. ablehnung von allem. es kommt einer forderung gleich, nie ist genug, nie ist es so wie es ist gut. ein kleiner marathon hat für den tag begonnen. der kopf ist dabei im rennen und gewinnt mit großem vorsprung. er unterhält mich, freut sich, endlich wieder etwas zu sagen und ein ohr gefunden zu haben, eine person die ihn wahrnimmt. es sind vorstellungen in die zukunft projiziert. kleine innere filme wie diese und jene situation möglicherweise verlaufen wird. dazu werden mögliche antworten von anderen leuten erdacht. doch ist das alles für meine jetzige situation, für mein jetziges dasein notwendig? ist davon irgendetwas brauchbar für den moment in dem ich mich befinde, in dem ich eigentlich einer völlig anderen aufgabe nachgehe? denn parallel zu dem was in meinem kopf sich abspielt, tue ich etwas anderes, und das im schatten meines vollen bewusstseins. ich nehme wahr das dieser tag, ein kleiner kampf ist, der mir viel kraft abfordert, wo ich mich gefangen fühle.

23.6.14 07:13, kommentieren

scheinbares nichts


es ist diese weite, bei der luftspiegelungen zu sehen sind. eine landschaft in der nicht viel ist außer sand und einer stromleitung zu sehen sind. nichts ausser sand und in der ferne ein paar berge, mehr schemenhaft erkennbar als wirklich sichtbar. in diesem scheinbaren nichts, ist die lebendigkeit des eigenen atems, des ganzen körpers spürbar. es ist die auflösung der person, in ein lebendes wesen, das vom leben gelebt wird. es geschieht durch mich. die schwere entfällt. die fülle der lebendigkeit eines menschenlebens wird erlebbar. zeit und ort und situation werden unwichtig, unwichtig im sinne des verstandes, der gerne gedanken entwickelt zu vielleicht erlebten zuständen der straßenverhältnisse oder der wohnsituation einzelner menschen.

aber in dieser steppe, in diesem scheinbaren nichts, wird die verbundenheit mit der erde, mit dem was in jedem augenblick geschieht, erfahrbar. ich bin nicht alleine-ich bin verbunden!

21.6.14 20:51, kommentieren

leichtigkeit

leichtigkeit dachte ich, entsteht oder besser gesagt kann nur gespürt werden, wenn schwere zu vor erlebt wurde. doch das es möglich ist nicht in dieser dualität zu sein, begriff ich erst, als der verstand zu schweigen begann. als vergleiche aufhörten-die vom verstand immer wieder neu produziert wurden. der verstand braucht den kontrast, er braucht vergleiche um darüber nach zu denken und seine urteile erstellen zu können. doch brauche ich als mensch diese beurteilungen?

was geschieht wenn ich mich vom denkenden kopf trenne, wenn ich mich in dem fluss des lebens stürtze? wenn ich handel und der handlung, dem geschehen mein volles vertrauen überlasse? wenn ich 100% vertrauen meiner person gebe? wenn ich beginne die luft die ich einatme bewusst wahrzunehmen? wenn ich beginne jeden einzelnen schritt den ich mache zu erleben?

Tony Parsons hat es schön formuliert: "denn das leben ist in sich sinnvoll und benötigt keinen grund da zu sein. darin liegt die schönheit."

21.6.14 13:18, kommentieren

erhebung


plötzlich war die bereitschaft da, etwas verändern zu wollen. der kopf war beim müssen. aber mein herz war beim wollen. ja ich wollte eine veränderung in meinem leben, besser gesagt in meinem lebensgefühl. wie es aussehen könnte wusste ich allerdings nicht. mein kopf setzte mich, mit seinem müssen ununterbrochen unter druck. sowie du bist, sowie du dich fühlst so ist es definitiv falsch. du musst etwas tun. doch leichter gesagt als getan. und so vergingen viele jahre. immer zu dominierte der verstand, gedanken brachen in mich ein, nicht der perfekte mensch zu sein, wie andere es offenbar waren.

ich erkannte auch, dass mein kopf durch das ununterbrochene sugerieren, sowie ich bin, bin ich nicht ok, er sich ständig im vergleich mit meiner umwelt begab  und immer zu versuchte besser, schlauer zu sein als sie. es war eine art erhebung. natürlich war ich nicht ok, aber wenigstens besser als die anderen. ein kleiner trost für den verstand. ich erkannte das erhebung eine echte begegnung auf augenhöhe verhindert und damit ehrliche freundschaften oder andere beziehungsformen nicht möglich waren. die einzige lösung war die angst vor der blöße ein unvollkommener mensch zu sein zu überwinden. das hiess mir selbst zunächst meine unvollkommenheit anzuerkennen um im nächsten schritt mir sagen zu können. "Ja, ich darf sowie ich bin, sein". dadurch das ich mich selbst begann anzuerkennen, musste ich niemanden mehr etwas vor machen. das vergleichen mit anderen, hatte ein ende. und damit eröffnet sich mir etwas neues. ich konnte meinen mitmenschen auf augenhöhe begegnen. ich konnte plötzlich sehen, das auch sie nicht perfekt waren und das auch so sein durfte. es war eine unglaubliche entlastung.

die bereitschaft  ein verletzlicher mensch zu sein, und damit autentisch mir und meiner umgebung zu werden, veränderte alles. und wieder ist es dem Ja, dem ich dabei begegne. einem Ja, zu mir selbst und einem autentischeren leben ohne großen kampf, mit viel leichtigkeit.

 

21.6.14 13:00, kommentieren