Das Leben lebt Dich

einfachheit

die einfachheit taucht auf, die einfachheit, ein begriff, für den verstand, der abwägt, ob es einfach oder schwer ist, der ein kontrast benötigt. er braucht etwas greifbares, etwas das spannung erzeugt. es ist wie ein film. ein film benötigt spannung und aktionsmomente. was geschieht wenn ein film, keine spannenden momente erzeugt, der zuschauer ist gelangweilt, der verstand, schaltet aus. doch in der scheinbaren einfachhheit liegt ein zauber. es wird in dem sosein des jetzigen moments wahrgenommen, geatmet, gefühlt, gesehen. die einfachhheit ist nur ein begriff für den denkenden, aber ein begriff der aus meiner sicht treffend ist für das sosein. es nimmt scheinbar etwas monotones an. es ist vergleichbar mit der steppe. unendliche weite, scheinbares nichts, und doch ist jeder fleck einzigartig und lebt für sich.

11.7.14 13:55, kommentieren

lebendigkeit

sich selbst lebend spüren, die lebendigkeit am eigenen leib erfahren. erfahren , erspüren getragen zu werden vom lebensfluss. wie ein kleines boot sein, welches jede welle nimmt die kommt, sich dem sosein der natürlichkeit des seins hingeben. das vertrauen der lebendigkeit schenken, das vertrauen in das leben das mich lebt, das lebt. in diesem vertrauen wird verbundenheit gespürt, verbundenheit mit dem was mich trägt, was mich umgibt. so fallen hürden, herausforderungen viel leichter. sie werden gemeistert, und wenn nicht, so darf auch dies erst einmal sein. auch der konflikt, die herausfordernde aufgabe hat ihre berechtigung, ihr hilft keine verurteilung oder ablehnung. sie ist da.

in der verbundenheit mit dem lebensfluss, entsteht tiefe dankbarkeit für das was ist, was sein darf, was lebt. die dankbarkeit ein lebendes wesen zu sein. die dankbarkeit des seins.es ist eines geste der verneigung gegenüber dem leben

 

11.7.14 13:40, kommentieren

ablehnung und annahme

tage des abtauchens, in eine welt voller ablehnung gegenüber jeglicher situation und jedem ort. stunden in denen die gedanken kreisen, bei denen jedes zweite wort ein nein enthalten war. momente die wie eine ewigkeit mir vor kamen. zeit wurde plötzlich wieder sehr wichtig, entsprechend wurde jeder moment als äußerst kräfte raubend empfunden. nichts aber auch überhaupt nichts war gefühlt richtig oder zumindest ok. der einzige gedanke, der mich besass war, weg von hier, weg vom ist-zustand. der zustand war und ist kein anderer als vorher oder jetzt. aber ich erlebte es so. mit jeder stunde, jeder minute empfand ich das mir mehr und mehr lebenskraft abhanden kam. alles wurde für die ablehnung gebraucht. und ganz plötzlich hielt ich innerlich an, las einwenig und wurde sehr ruhig. in dem blick nach innen gerichtet, spürte ich wie ich aufhörte im außen zu suchen und sozusagen heim kehrte. und eine unglaubliche welt tat sich mir auf. die empfundene schwere, der kampf mit mir selbst, das gedanken-hammsterrad lösten sich langsam auf. die ablehnung wurde aufgegeben, anstelle trat die annahme der situation und des ortes. im außen hatte sich nichts verändert, es war der innere blick, die innere position die sich verändert hatten. lebendigkeit kam langsam zurück, presens wurde erlebbar. eine art unsichtbare ordnung kehrte zurück.

 

7.7.14 20:43, kommentieren

da ist er dieser zauber und da ist auch der kontrast

und dann plötzlich von einem moment zum anderen werde ich wie von einem zarten nebel eingefangen, umhült und verzaubert. da ist es wieder diese leichtigkeit, diese lebendige presens. die arbeit die bis vor ein paar sekunden noch deutlich spürbar war, die mit dem verstand gesteuert getan wurde, wird aufgehoben. anstelle tritt die unglaubliche leichtigkeit. es ist als ob jemand für mich diese arbeit übernimmt. oder anders ausgedrückt, als würde die schwerkraft aufgehoben. die arbeit macht sich von selbst, ich nehme nicht mehr die schwere der handlung wahr. zeit wird in diesem moment aufgehoben, und damit das gefühl die zeit vergeht nicht. die zeit rückt zu dem zeitpunkt im hintergrund, sie wird unwichtig. die freude am sein erwacht. ich als mensch stehe nicht nicht mehr im mittelpunkt.

ich kenne aber jene zustände der er müdung, des gefühls mit der zeit verbunden zu sein. dabei ist meine sehnsucht besonders groß, ja sie zereißt mich, nimmt mir lebenskraft. eine allgemeine unzufriedenheit herrscht dann. in solchen momenten spüre ich das ich nicht in mir ruhend bin, sondern weit weg. in dieser zeit möchte ich keine hilfe und tolle weisheitsspüche hören. ich nenne diesen zustand meine innere bockigkeit. es ist ein innerer kampf mit mir selbst den ich in solchen momenten betreibe. früher verharrte ich lange in solchen bockigen zuständen.ich ging in die totale ablehnung, in ein Nein. heute sind sie von viel kürzerer dauer. sie sind der kontrast. ich muss heute diesen kontrast nicht mehr ablehnen, er gehört zu mir.

1.7.14 10:26, kommentieren

der innere lärm

an manchen tagen, und dieser ist einer, spüre ich einen inneren lärm. ich nenne es so, vielleicht verstehe auch nur ich was damit gemeint ist. ich will eine kleine erläuterung dazu geben. der tag beginnt sehr früh und ist voll gestopft mit terminen, aufgaben. es gibt keine minute zum verschnaufen, es läuft immer weiter ab, dabei sind meine gedanken auch noch wo anders als bei der aktuellen situation die zu bewältigen ist. es gibt in diesen phasen meistens kein inneren schalter der ein stop setzt. es geht immer weiter. und dann wenn der abend gekommen ist, die reiz-und informationsflut beendet ist, kann ich also beginnen zur ruhe zu kommen, dann spüre ich diesen sog. inneren lärm, dieses pulsieren in meinen adern. es ist soviel geschehen, sovieles dass ich es gar nicht bewusst auffassen konnte. 

und jetzt beginne ich mich selbst wieder zu sammeln, der innere lärm tritt mit jedem atemzug stück für stück zurück. ich werde wie in ein seidentuch eingehüllt , etwas sanftes berührt mich, leicht wie der wind. der körper wird nicht mehr so present. eine leichte, sehr leichte stille breitet sich wie eine hülle um mich herum aus, wird weit, sehr weit, wie das meer. es reicht bis an den horizont in das reich der träume.

24.6.14 22:29, kommentieren