Das Leben lebt Dich

heim kommen

langsam komme ich nach hause. es ist die entscheidung den rückweg nach innen an zu tretten. die verbindung zu mir selbst wieder herzustellen. die äußeren aufgaben hinter mir zu lassen, die mich oft in denkprozesses verwickelt haben, die kraft raubend waren. ich erkenne im inne halten, die chance zur rückverbindung mit dem wesentlichen - mit der lebenskraft - mit dem sosein - mit der atmung. ein lebensfluß wird wieder angeregt, der sich nicht aus dem verbrauch speist, sondern aus der fülle der inneren zentriertheit. ja aus der herzverbundenheit. eine wärme erfüllt mich. ich beginne den fokus zu verändern, und spüre sofort die innere bereitschaft, wie ausgebreitete arme, die bereit sind mich zu empfangen, in meinem zu hause. nach meiner langen abwesenheit, ist es unglaublich schön das innere heim wieder vorzufinden und die verbindenen wurzeln zu spüren.

30.11.14 08:11, kommentieren

an-und abwesenheit

die an-und abwesenheit nehme ich nicht bewusst wahr, also wenn der übergang stattfindet dennoch kann ich genau feststellen wenn die dualität aufgehoben wird. dann findet kein leid mehr statt, dann wird trennung aufgehoben. eine unglaubliche presens wird dann spürbar. es ist nach meiner erfahrung nicht so das in dem einssein, dem sosein oder wie man den zustand auch nennen mag kein schmerz mehr existiert, er kann da sein, fordert aber nicht den verstand heraus, der für gewöhnlich in solchen momenten gedankenwürste produziert.in der anwesenheit, dem present sein findet keine identifikation mit dem verstand statt. es findet stattdessen die annahme statt. das Ja zu dem sosein. dennoch bewahrt dieser zustand, dieses erleben nicht davor einen arzt zu konsultieren.

in der presens findet die lebendigkeit statt. eine bewusstheit über die umgebung erwacht. es ist als ob die luft kristall klar wird, unverschleiert wahrgenommen wird. es ist die natürliche balance die wieder einkehrt. ein platz auf dieser erde, der selbstverständlich wird, wie es die kinder handhaben. es wird ein ja zum dasein, zur daseinsberechtigung gegeben. "ich darf sein", ein einfacher satz, der doch all oft unterschätzt wird. solange ich anteile von mir ablehne, oder im außen situationen ablehne , lehne ich mich selbst ab und erzeuge schmerz. ich trenne mich von der situation, und mein verstand wird zum selbstläufer. ich oder das geschehen dürfen nicht sein, alles weigert sich. ich kann jetzt entscheiden kann ich in dem augenblick etwas ändern oder geht gerade nicht, dann kann ich dem geschehen ein Ja geben, zur daseinsberechtigung, denn es ist da, ob ich will oder nicht. ich muss nicht noch mit dem verstand ein nein ausdrücken, dann lehne ich ab, was sowieso da ist.

 

8.8.14 11:18, kommentieren

Rückkehr

der sturm hat sich langsam gelöst, ordnung kehrt zurück und dennoch ist es nicht wie bisher, und das muss es auch nicht. viel mehr stehe ich an diesem lebensabschnitt und beginne wieder mich in das volle vertrauen des lebens zu stürzen. ich erkenne wieder einmal wie wichtig es ist das vertrauen dem leben zu schenken. da waren wieder diese momente gewesen in denen ich versuchte mein leben kontrollieren zu wollen und mit aller mir zu verfügung stehenden kraft konnte ich dennoch nicht erreichen was ich durch die kontrolle mir erhofft hatte. heute erkenne ich das dies gut ist, das die gesetzmässigkeit eine andere ist als die die ich glaubte, an die mein verstand sich verzweifelt klammerte und hoffnungslos nach aufmerksamkeit rang.

ich komme zurück aus meiner langen abwesenheit zurück in ein anwesendes leben. einem leben welches den blick nach innen richtet, dem herzen folgt, der tief empfundenen dankbarkeit gegenüber dem leben spürt. ja empathie kann ich für diese letzten bewegenden tage und wochen empfinden. empathisch mit den anteilen von sich umzugehen, die der verstand gerne am liebsten beurteilen wollen würde. empathie wirkt wie ein pflaster auf einer offnen wunde. es legt sich schützend über die wunde,und wirkt sanft auf beinahe unbemerkterweise. empathie ist der weg zur selbstheilung, zum inneren frieden mit sich und seiner umwelt.

7.8.14 12:57, kommentieren

der kleine sturm

in mir ist ein kleiner sturm ausgebrochen. der wind wirbelt sehr viele emotionale facetten auf. ich suche nach gewissheit und bekomme sie nicht zu greifen. in dem inneren sturm suche ich nach beständigkeit und weiss dennoch genau das ich dies jetzt nicht finden werde. es ist zeit die reise nach innen anzutreten und mich mit mir zu verbinden. der kontakt zu mir selbst lässt eigenvertrauen wieder wachsen. die ungewissheit über äußere umstände bleibt bestehen. der sturm wütet weiter, aber ich kann mich mit meinen wurzeln verbinden und mich in der ungewissheit wiegen (lassen). sobald ich den kontakt zu mir abreissen lasse, verliere ich die verbindung zu meinen wurzeln und kann mich dem sturm nicht mehr wie ein baum hingeben. dann beginnt der kampf, der kampf um den halt in meinen leben, dann überrollt mich die angst. wenn ich mit den stürmen des lebens mitgehe, statt mich mit aller kraft gegen zu stemmen, gewinne ich. ich gewinne, auch wenn ich nicht weiss wohin mich dieser sturm fegen wird, ich weiss mit gewissheit das der sturm auch wieder sich legen wird, eine neue gewissheit wird dann entstehen. der sturm kann gefühlt sehr lange andauern, es ist beständige arbeit zu mir selbst gefragt. manchmal lasse ich mich all zu gern von äußeren reizen ablenken und verliere mich. dann tobt der sturm gefühlt noch stärker, ich muss den halt im sturm wieder finden.

4.8.14 10:33, kommentieren

wechselnde ansichten

es ist ein wechselbad von ansichten die sich mir in den letzten tagen geboten haben. ansichten über ansichten wie die derzeitige situation ist. dabei muss ich mich an den satz eines weisen menschen erinnern der einmal zu mir sagte: " man kann es so sehen oder aber auch anders." und tatsächlich bietet sich mir zurzeit viele verschiedene perspektiven an. mir fehlt aber die innere position. ein kopf voller gedanken, die alle durcheinander sich ausdrücken wollen, kaum abstand möglich um in die stille zu kommen. für bruchstücke von momenten gelingt es mir die ruhe und zentriertheit wieder zu finden, um dann von einer nächsten welle überrolt wieder zu werden. dennoch betrachte ich mit etwas neugier wie sich die wechselnden ansichten mir zeigen, und kann erkennen das in jeder situation mehrere blickrichtungen möglich sind, es liegt am mensch selbst, diese wahrnehmen zu wollen oder aber abzulehnen. noch nie hatte ich zuvor so deutlich und langanhaltend dieses wechselspiel verfolgen können. ich könnte glatt ein theaterstück daraus schreiben...

es hat etwas beruhigendes wahrzunehmen wie sich die blickwinkel bzw. ansichten abwechseln. denn es zeigt mir das die scheinbar aussichtslose situation nicht vollkommen aussichtslos ist, es gibt veränderungen durch die verschiedenen perspektiven. die perspektiven erzeugen jede auf ihre weise ein anderes gefühl. somit komme ich in unterschiedliches erleben. unterschiedliches erleben kann nicht einseitig sein.

1.8.14 16:03, kommentieren